Faszination Ostsee 2026

Vom 31. Juli bis 14. August 2026

Eine Reise, die ich schon vor ein paar Jahren machen wollte, doch dann kam die Seuche und die Reederei ging pleite. Damals wurde noch St. Petersburg angefahren. Das ist jetzt vorbei. Vor zwei Jahren war die letzte Kreuzfahrt. Es ging von Chile nordwärts, durch den Panamakanal bis nach Florida. Nun mal wieder Europa. Mit der deutschen Phoenix Reederei auf die Amera.

Die Route

31. Juli – Anreise

Ich werde wie vereinbart um 6.25 zuhause abgeholt. Ein weiterer Gast steigt in Gonsenheim zu. Dann fahren wir zum Flughafen. Diesmal nicht zum Fliegen sondern zum Bus nach Bremerhaven. Unterwegs gibt es noch zwei Zustiege und eine Extrapause. Kurz vor 12 sind wir in Röhden (Niedersachsen), wo es Mittagessen gibt.

Bei Hildesheim ist ein Megastau und es folgen noch einige. Nach 10 Stunden erreichen wir das KREUZFAHRTTERMINAL COLUMBUSKAJ BREMERHAFEN. Einchecken geht erfreulich schnell. Die Koffer werden vom Bus an die Kabine gebracht.

Blick vom Terminal

Über Durchsagen erfahren wir, dass das Schiff ausgebucht ist und somit kein Kabinenupgrade möglich ist. Darauf habe ich ein wenig gehofft, denn meine Kabine auf Deck 5 hat Bullaugen und kein Fenster. Das war bei der Auswahl nicht erkennbar.

Meine Kabine

Bei der Panama Kreuzfahrt bekam ich überraschend ein Upgrade von Fenster- auf Balkonkabine, kostenlos. Bei der Norwegen-Kreuzfahrt ging die Toilette auf der Innenkabine kaputt und ich bekam eine Fensterkabine.

Für 18.30 Uhr ist die Rettungsübung angekündigt. Diese wird auch sehr ernst genommen. Nach dem Signal schnappt man sich die Weste und geht zum in der Kabine ausgeschilderten Sammelplatz am Rettungsboot. Dort wird die Anwesenheit überprüft, die Weste erklärt und dann darf man sie anlegen. Schließlich kommt noch der Kapitän vorbei, sagt Hallo und wünscht uns eine gute, sichere Reise.

Während der Übung wurde schon die Gangway eingefahren und das Schiff ist bereit zum Ablegen. Dazu gibt es auf den oberen Decks schon wieder Sekt und schaurig schöne Musik aus dem Bordlautsprecher. Natürlich wird auch dreimal gehupt.

Die Restaurants sind abends ziemlich voll. Die Speisen allerdings verdammt lecker. Als Abendshow ist „Elvis“ angekündigt. Ein Sänger und zwei singende Tänzerinnen präsentieren Songs aus der späten Elivs Zeit. 30 Minuten – fertig.

Das nächste Ziel ist Cuxhaven. Dazu bräuchte das Schiff eigentlich nicht mal 2 Stunden. Wir fahren aber die ganze Nacht und legen am

01. August – Cuxhaven und Nord-Ostsee-Kanal

morgens um 7 Uhr in Cuxhaven an. Man kann bis 11.30 Uhr raus gehen. Um 12 legt die Amera Richtung Brunsbüttel ab.

Ich wollte erst gar nicht an Land gehen, wegen der knappen Zeit. Gehe dann aber doch und lande im Museum „Windstärke 10“ nach 20 Minuten Fußmarsch. Es zeigt den Hafen und Cuxhaven im Wandel der Zeit. Die Blütezeit der Heringsfischerei. Die Gefahren, die Fischer auch heute noch ausgesetzt sind – damals aber noch viel schlimmer. Alles wunderschön aufbereitet und dargestellt. Mit großen lesbaren Texten.

Wrackteile von gesunkenen Booten

Der Rückweg zum Schiff wird durch ein Schlammsaugboot ausgebremst, das ausgerechnet heute die Schleusenkammer im Hafen bearbeiten muss. Durch das Öffnen des Schleusentores fehlt die Brücke zum Kai, an dem die Amera liegt. Zum Glück trifft das nicht nur mich sondern auch andere Landgänger und wir erreichen trotzdem um kurz nach 11.30 Uhr das Schiff.

Um 12 legen wir Richtung Brunsbüttel ab. Hier ist die Einfahrt in den Nord-Ostseekanal. Gegen 15 Uhr sind wir zwar da, aber müssen erstmal ne Stunde ankern. Es sind noch Schiffe vor uns dran.

Ausfahrt aus der ersten Schleuse

Die Einfahrt und das Schleusen gehen dann wie in Zeitlupe. Die Amera wird an Steuerboard vertäut, das Wasser in der Kammer abgelassen (etwa 15-20 cm) dann geht das obere Schiebetor der Kammer auf und wir sind im Kanal.

Mit konstanten 12,4 km/h nähern wir uns der Ostsee. Highlight ist dann gegen 22.15 Uhr das Passieren von Rendsburg mit seiner besonderen Brücke, an der eine Schwebefähre installiert ist.

Die Brück mit Hängefähre in Rendsburg

Entlang des Kanals immer wieder freundliches Winken von Fans oder Angehörigen der Passagiere, die dann auch Fotos auf Facebook posten.

Bilder von Amera-Fans

2. August – Seetag

Auf der Ostsee angekommen geht es mit 17 Knoten Richtung Osten. Ein herrlicher Sonnentag mit ruhiger See. Wir passieren die Insel Bornholm nördlich. An Board zahlreiche Veranstaltungen, die auf die kommenden Ausflüge vorbereiten.

Am Abend ist der feine Zwirn angesagt. Der Kapitän Daniel Christian Valdes und der Kreuzfahrtdirektor Joachim Limberger laden zur Willkommensveranstaltung in die Show Lounge und stellen die Mannschaft vor.

Dann ist wieder Showtime.

Mittags um 12 wurde die Uhr eine Stunde vor gestellt, deswegen ist es nach der Show noch hell.

Abendstimmung

3. August – Klaipėda, Litauen

Die Altstadt ist nicht weit vom Hafen, trotzdem fährt uns ein Bus erstmal an ein paar markanten Gebäuden vorbei dorthin.

Dann laufen wir auch auf groben Kopfsteinpflaster ein Stück.

Ehemaliges Schulschiff – jetzt Restaurant

Überall sind die Einflüsse der verschiedenen Machthaber der letzten Jahrhunderte zu sehen. Wie überall.

Dieser Maus sollst du was ins Ohr flüstern…
Ännchen von Tharau vor dem Theater

Der Junge will in die weite Welt – der Hund nicht.

Die Prinzessin

Etwas später als geplant laufen wir aus und kommen am Leuchtturm von Klaipėda vorbei. Dann geht es auf die Ostsee Richtung Norden.

Die Abendshow steht unter dem Motto „BEATLES“. Über die Monitore werden Film- und Konzertausschnitte der echten Beatles gezeigt und das Showensemble singt und tanzt dazu. Das war schon wesentlich besser als die bisherigen Shows.

4. August Riga, Lettland

Gegen halb sieben morgens zeigt das Bord-Infosystem eine fast unveränderte Position des Schiffes seit gestern Abend. Da kann was nicht stimmen, denn die Sonne scheint mir backbords durch die Bullaugen und die geht auch hier nicht im Westen auf. Gegen halb acht bin ich auf dem Aussichtsdeck und sehe Land voraus. Es ist Lettland. Die Daugova Mündung. Die Einfahrt nach Riga.

Große Schiffe kommen nur bis zur ersten Brücke. Geschickterweise hat man das neue Kreuzfahrtterminal davor geplant und wenigstens ein Kai zur Verfügung. Dort machen wir backbords fest.

Der Landausflug führt natürlich nach Riga und den unzählig schönen Gebäuden im Jugendstil. Diese wurden im Krieg zwar nicht beschädigt, aber haben in der sowjetischen Zeit stark gelitten und seit der Unabhängigkeit wieder aufgehübscht. Die Reiseleiterin aus Riga erzählt ohne Punkt und Komma, aber in sehr gutem Deutsch, zu fast jeden Gebäude etwas.

Riga hat viele Grünflächen. Ein Kanal führt auch durch einen Park. Bei einer Bootsfahrt lernen wir diesen kennen.

Die Nationalbibliothek

Wir fahren auch raus auf den Daugova, an Unserem Schiff vorbei und weiter unten wieder auf den Kanal. Ich erfahre, dass die Rigibsplatte hier erfunden und hergestellt wurde.

In der Altstadt gibt’s dann noch ältere Gebäude und Kirchen und auch wieder grobes Kopfsteinpflaster.

Die drei Brüder
Gastgeschenk von der Partnerstadt Bremen

Als gegen 16.30 Uhr schon alle Gäste wieder an Bord waren beschließt der Kapitän etwas früher abzulegen. Er wendet das Schiff vor der Brücke und nimmt Kurs auf Tallin, Estland.

Am Abend wird in der Show Lounge „Musik ist Trumpf“ gezeigt. Das sechsköpfige Showensemble Singt und tanzt deutsche Schlager. Alle neu aufbereitet mit flotterem Rhythmus und diversen Duettgesängen.

5. AugustTallin, Estland

Zum Frühstück ist die Amera noch auf Nordkurs und biegt bald in den finnischen Meerbusen ein. Manchmal ist am Horizont Land zu sehen. Um 12.30 Uhr sind wir in Tallin. Mein Ausflug beginnt um 14 Uhr.

Mit dem Bus fahren wir erstmal durch ein paar Straßen zur Orientierung. Beim Platz der Sänger steigen wir erstmals aus.

Auf dieser Bühne stehen einmal im Jahr über 2000 Singende und verschmelzen dabei mit dem Publikum.

Zweiter Halt ist Tallins Fernsehturm. Dort gibt es eine Aussichtsplattform im 21. Stock…

Eine Etage darüber ist ein Restaurant mit nicht verglaster Terrasse.

Dann fahren wir in die Altstadt. Leider verhindern Wolken schönere Fotos, da das Licht fehlt.

Die älteste Apotheke Europas
Der Regierungssitz
Tallin bei Nacht

Gegen 23 Uhr legen wir ab. Ohne Musik und ohne Schiffshorn. Es regnet leicht.

6. August – Helsinki, Finnland

Aussicht vom Schiff

Am Morgen hat die Amera backbords am Kreuzfahrtkai festgemacht. Mein Ausflug geht erst am Nachmittag los, also gehe ich mal alleine los. Mir ist ja am Samstag im Nord-Ostseekanal der linke AirPod aus dem Ohr gefallen. Das Ding ist von Deck 12 auf Deck 7 und glücklicherweise nicht ins Wasser gefallen, hat aber den Silikon-Tip verloren. Den wollte ich gestern schon in Tallin ersetzen, habe aber den Laden nicht gefunden. Der Laden in Helsinki macht erst um 10 Uhr auf, also kann ich ganz gemütlich schon ein paar Fotos machen. Komme nämlich an der schönen Kirche vorbei, gehe bis zum Bahnhof und auch auf den Marktplatz am Wasser, wo wir vor 25 Jahren mit Rheingau-Mitte sogar einen Auftritt hatten.

Es ist viel Verkehr in der Stadt. Viele Lastwagen quälen sich von den Fähren kommend durch die City. Dazu der Berufsverkehr und die Straßenbahn.

Der Einkauf ist schnell gemacht. Auf dem Rückweg kommt von der Ostsee plötzlich dicker Nebel auf. Man kann die Schären vom Schiff aus kaum noch sehen.

Die orthodoxe Kirche
Das schönste Schiff im Hafen
Zwei neuere Eisbrecher
Hier hat Rheingau-Mitte schon gestanden
Die Sauna-Gondel

Im 2. Weltkrieg haben die Finnen vorgegaukelt, dass Helsinki zerstört sei, nachdem sie vorher die Bombenflugzeuge auf ein falsches Ziel geführt hatten. Deswegen stehen heute die alten Häuser noch im Original.

Zum Abschluss fahren wir auch an das Sibelius-Denkmal, wo ich auch 2001 schon mal war. Das Schiff erreichen wir pünktlich um 17.30 Uhr zum letzten Einschiffungstermin.

Das Sibelius Denkmal
Das Olympiastadion
Ostseelachs

Vor der Zubereitung wird der Ostseelachs zwei Stunden ausgestellt.

In der Show wird heute irisch gesteppt. Katy fiedelt dazu auf der Violine. Die Akrobatin wird auch immer wieder eingebaut. Sie tanzt an der Stange oder an Tüchern. Ob es passt oder nicht.

Irish tapdancing

7. August – Mariehamn, Ålandinseln, Finnland

Die Nacht ist die unruhigste bisher. Wir sind auf Westkurs und das Meer tobt. Brecher schlagen immer wieder an den Bug unweit meiner Kabine. Naja Hauptsache keine Eisberge!

Viermaster „Pommern“

Der Viermaster gehört zum Nautic Museum und liegt direkt hinter der Amera. Åland gehört zu Finnland, hat aber seine eigene Flagge. Habe heute keinen Ausflug gebucht und verbringe zwei Stunden in diesem Museum. Es geht um die Schifffahrt ab dem 18. Jahrhundert. Schiffsbau, Navigation, Signale, Fracht, das Leben an Bord, Schiffskatastrophen. Dabei sind in einem Gebäude mit Keller die Exponate ausgestellt und auf der Pommern kannman mit Audioguide alle Decks besichtigen. Beschriftungen leider nicht auf deutsch sondern schwedisch, finnisch und englisch.

Die Pommern

Die Straßen auf Mariehamn sind breit und gerade. Nach 1 km ist man schon wieder am Wasser wenn man Richtung Osten geht.

Bei der Show ist heute Klassik am Flügel angesagt. Ich gehe zwar hin, aber der Künstler konnte mich nicht überzeugen. Schaue mir lieber das Ablegen um 21.45 Uhr an. Ruhig, unspektakulär. Nach ein paar Kilometern hupt der Kapitän irgendwie gedämpft.

8. August – Stockholm, Schweden

Die Uhren werden um 3 Uhr wieder eine Stunde zurückgestellt. Am Morgen laufen wir in Stockholm, Osthafen ein. Mein gebuchter Ausflug geht erst um 13 Uhr los. Ich beschließe spontan alleine loszuziehen und zwar ins Vasa Museum. Da es schon 10 Uhr ist nehme ich ein Taxi. Der Fahrer nimmt faire 250 schwedische Kronen, zurück zahle ich 419!

Das Kriegsschiff „Vasa“
viel zu hoch und zu schmal !

Es ist bei der Jungfernfahrt 1628 noch im Hafenbecken gesunken, weil die vielen Kanonen viel zu schwer waren. 1961 wurde es gehoben und fürs Museum aufbereitet.

Stockholm hat eine Museumsinsel wo es auch ein Nordic Museum und das ABBA Museum gibt. Das ist Ziel meines Ausflugs am Nachmittag.

Zuerst geht’s mit dem Bus durch die City. Stockholm hat in Dritteln Häuser, Wasser und Grün.

Der Königspalast

Im Stadthafen liegt noch die „Mein Schiff Relax“ und ein Teil der 4000 Passagiere sind dann auch in der Stadt.

Um ABBA Museum haben wir ne gute Stunde Zeit.

Das Studio
40Kanal Mischpult

Gezeigt wird alles, was man erwarten kann: wie haben sie sich kennengelernt,was haben sie für einen musikalischen Hintergrund, die Anfänge von ABBA, Erfolge, Höhepunkte, das Ende und Nachfolgeprojekte. Es wird auch Werbung für die Avatar-ABBA-Show in London gemacht, die noch bis 2028 laufen soll.

Kapitän und Crew gratulieren

Es gibt eine Regel, dass bis 18 Uhr die großen Schiffe abgelegt haben müssen. So legen wir um 17.45 Uhr ab und fahren die traumhafte Route durch die schwedischen Schären raus auf die Ostsee. Die „Mein Schiff Relax“ ist knapp vor uns und fährt wegen der Größe eine etwas andere Route. Wir sehen sie aber immer mal wieder über den kleinen Inseln rausgucken. Passt einfach nicht in die schöne Landschaft. 

Heute gibt es eine Western Show „Country Roads“ natürlich wieder mit Gesang, Tanz, Fiedel und Akrobatik. Letzteres diesmal mit einem Röhnrad.

9. August – Seetag

Nach dem Frühstück baut die Crew schon fleißig die Dekoration für den bayrischen Biergarten auf. Ein irgendwie vertrautes Bild.

In der Show-Lounge stellt der Lektor Frank Meierewert die vier letzten Ziele in Dänemark vor: Kopenhagen, Skagen, Aarhus und Ærøskøbing, die wir von Montag bis Donnerstag anlaufen. Fast nahtlos geht es danach zum Frühschoppen auf Deck 11. Das Phoenix-Team hat bayrische Tracht angelegt. Das Duo, das sonst abends in Harry’s Bar sachte klimpert hauen nun typische Oktoberfesthits raus. Die Küche war fleißig. Es gibt Weißwürste, Brezel, Schmalzbrote, Leberkäs’, Sauerkraut und die Küchenchefin gibt Spanferkel aus. Dazu Freibier – ob mal will oder nicht! Das ganze nur für eine Stunde – um 12.30 Uhr kann man in den Restaurants Mittagessen !

Um 14 Uhr wird eine Brückenbesichtigung angeboten. Das nutze ich natürlich. Erklärt wird nichts. Wir dürfen Fotos machen und filmen, aber bitte keine Knöpfe drücken. Die meisten Geräte und Anzeigen erklären sich von selbst. Wie es wohl hier ausgesehen hat als das Schiff neu war und Flachbildschirme noch nicht üblich waren?

Die Balasttanks

Ich gehe für eine Stunde ins Gym und habe ständig den Pool im Blick, aber es ist mir dann doch zu kalt. Auf Deck 7 werden im Wiener Kaffeehaus Österreicher Kuchenspezialitäten angeboten. Esse wahrscheinlich zum ersten Mal Sacher Torte.

Wiener Kaffeehaus
Hollywood Classics

In der Abendshow werden Stücke aus Musicals der 1950er und 1960er Jahren gesungen.

Vielleicht mal was zum Schiff:

Die Amera hat 13 Decks. Die Brücke ist auf Deck 11. Bis Deck 12 gibt es Aufzüge in den zwei Treppenhäusern. Kabinen gibt es auf den Decks 5 – 12. Deck 7 ist das Promenadendeck mit Rundumlauf. Eine Runde sind 385 Meter. Auf Deck 4 ist das Bordhospital. Auf Deck 8 ist die Rezeption und die Atlantic Show Lounge. SPA, Frisör, Pool und Gym sind auf Deck 9. Die alacarte Restaurants sind auf Deck 7. Das Buffet Restaurant Lido auf 11. Man kann auch auf der Kabine speisen. Die Minibar ist reich bestückt: Bier, auch alkoholfrei, Säfte, Cola, Limo, Sekt, Schnäpse, Wein. Eine Kapselmaschine kann Kaffee oder Espresso machen. Ein kleiner Obstkorb und Süßigkeiten runden das Angebot ab.

Für heute gab es noch ein Angebot der Wäscherei. Für 30€ kann man einen Beutel voll Wäsche abgeben und bekommt ihn gewaschen und gebügelt zurück. Ich checke meinen Bedarf und stelle fest, dass es sich nicht lohnt. Aber ich teste mal den Waschsalon auf Deck 11. Eine lange Hose wird leider nicht sauber, der Rest ist okay.

10. August – Kopenhagen, Dänemark

Regen empfängt uns beim Anlegen um 7 Uhr. Nicht heftig, aber lästig. Die Besichtigung beginnt um 9 Uhr. Wir fahren mit dem Bus zu einem Grachtenboot mit Plexiglasdach. Durch die Bewölkung ist das Licht schon schlecht genug, jetzt ist auch noch Sicht eingeschränkt.

Die Oper

Dann fahren wir noch zum Schloss Rosenborg, die königliche Sommerresidenz

Und die Lady darf natürlich auch nicht fehlen:

Die kleine Meerjungfrau
Die Königsyacht

Die Show ist heute nur für die andere Hälfte der Gäste. Ich darf am Mittwoch zur Crew-Show. Also gehe ich ins Kino (Robin Hood).

In der Nacht ist das Schiff wieder sehr unruhig. Es kämpft sich bei Gegenwind Richtung Norden.

11. August – Skagen, Dänemark

Die Vorhersage sagt sonnig, 16° C, windig. Das stimmt auch. Habe eine Fahrradtour gebucht. An Land ist der Wind kaum noch zu spüren und die langen Jeans hätte ich mir sparen können. Dir Gruppe von 9 Leuten plus ein Guide aus der Schweiz fahren gemütlich auf Phoenix Cross-Rädern nach Norden zur nördlichsten Stelle Dänemarks.

nördlichste Stelle liegt an der Nordsee

Das ist aber nicht die Stelle wo sich Nord- und Ostsee treffen sondern 3 km westlich. Zu der anderen Stelle fahren wir im Anschluss. Diese ist völlig überlaufen. Nur wenige von laufen wirklich noch 30min vom Parkplatz zum Schnittpunkt.

Das in der Tourbeschreibung erwähnte landestypische Mittagessen ist für den Guide neu und findet nicht statt.

Wir fahren einen anderen viel kürzeren Weg zurück und haben gerade mal 22 km geschafft.

Skagen hat sicherlich noch mehr zu bieten, als diese Stellen. Vor zahn Jahren war ich ja schon mal hier und wir haben ein Schloss im Hinterland besichtigt. Die Stadt selbst ist aber auch schön mit ihren gelben Häusern und rotem Dach. Im Hafen liegen jede Menge interessanter Boote und Schiffe.

Der Abend unterliegt wieder bestimmten Regeln. Es ist Dresscode „Gala“ angesagt. Kapitän und wollen sich verabschieden. Warum so früh, wenn wir noch zwei Abende haben? Am nächsten Abend ist eine partielle Sonnenfinsternis angesagt und am letzten Abend muss ja ja packen.

Bei der anschließenden Eisparade bringen die Kellener Fake-Eistorten mit Wunderkerzrn rein und marschieren wieder raus.

Eisparade

Das Showensemble singt heute ABBA Hits.

Tribute to ABBA

12. August – Aarhus, Dänemark

Aarhus hat eigentlich nur einen Industriehafen und der wird fleißig erweitert. An einem anderen Kai liegt die AIDAMAR. Der gebuchte Ausflug hat den Titel „die unendliche Brücke“ und das ist auch das erste Ziel. Hätte ich in der Tourvorstellung nicht schon ein Bild gesehen, wäre ich wohl sehr enttäuscht von diesem Anblick:

Die unendliche Brücke

Der Blick von dort ist ja ganz nett, aber wenn man bedenkt was die Nordländer für tolle Brücken bauen können, würde ich die nicht so vermarkten.

Das Häuschen steht auf einem Hügel in der Nähe.

Dann fahren wir zum früheren Containerhafen, wo sich die Architekten mal richtig ausgetobt haben…

Eine Altstadt gibt es natürlich auch hier. Dort steht auch der Dom.

Der Dom

Auf dem Schiff bläst wieder der kalte Wind. Es gibt als Special Currywurst mit Pommes.Abends vor der Crew-Show kann man Lose für eine Tombola kaufen. Die Preise reizen aber überhaupt nicht.

Bei der Crew Show zeigt die Crew und das Phoenix-Team ihre Talente. Mal Solo, mal als Gruppe. Es wird mehrfach vor mangelnder Perfektion gewarnt

Die Küche tanzt
Hockerakrobatik
Heal the world vom Service

13. August – Ærøskøbing (Ærøs)

Die Amera kann nicht anlegen. Heute wird getendert. Gegen 9.15 Uhr bin ich beim ersten Vorgang dabei. 20 Minuten dauert eine Fahrt.

Hier ist so ziemlich jede Straße bestückt mit schönen alten Häusern.

Flaschenschiffmuseum
Häuschen am Wasser
Mit dieser Aussicht

Ærøskøbing ist nicht der einzige Ort auf Æros, aber der touristisch interessanteste.

Unser Tenderboot

Zurück auf dem Schiff genieße ich das letzte Mittagessen, packe schon mal grob den Koffer und teste endlich mal das Sonnendeck und den Bordpool. Der wird mit Meerwasser gefüllt und ist nicht sonderlich groß.

Abends gebe ich den Bogen mit der Reisebewertung und die Trinkgeldumschläge für Küche, Housekeeping, Service und stille Geister ab.

Letztes Abendessen, letzte Show.

Sie singt und steppt.

Nach der Show sind die Tenderboote schon längst wieder an Bord und der Anker eingeholt. Die Amera nimmt Kurs auf Kiel.

14. August – Kiel, Deutschland – Heimreise

Sonnenaufgang

Gegen 7 Uhr fahren wir in die Kieler Förde ein. Die Ausschiffung ist klar geregelt. Ich muss erst um halb zehn raus.

Den Kiel Kanal sehe ich beim Frühstück

Bis kurz vor Hannover fahren wir mit einem Kieler Bus. Nach dem Mittagessen übernimmt uns ein Würzburger Bus. Mein Halt ist wieder Frankfurt Airport. Von da geht es direkt mit dem Privattaxi nachhause.


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